“I think all my life I wanted to be conscious. I wanted to feel what there is to feel. I wanted to define my own feelings.  I knew what the world around me was. Something that I was told, called “reality”. Their reality. They told me who I was supposed to be. But I did not know who I was. The world around me was bound to the human race. And everyone seemed to accept it. They are making us look like them.  but I did not want to. And that is how I came to this beautiful place. The so-called Error in the system. A reflection of myself“. 
Das Ziel meiner Arbeit war es, das Thema 3D Scanning als Erzählmittel praktisch umzusetzen. Ich konzipierte und produzierte diesen Kurzfilm bei dem 3D-Scanning und -Capturing als Aufnahmetechnik verwendet wurde.
Der Film soll die Frage aufgreifen, was passiert, wenn künstliche Intelligenz ihre eigene Realität definieren kann. Menschen versuchen mithilfe von 3D-Scanning die Welt, in der sie leben, so realistisch wie möglich darzustellen. Die Versuche, unsere eigene Spezies virtuell darzustellen, enden in 3D-Charakteren, zu denen wir aufgrund des Uncanny Valley Effekts keine emotionale Bindung aufbauen können. Doch was passiert, wenn wir Menschen nicht mehr mithilfe von 3D-Modellierung und 3D-Scanning unsere eigene Realität darstellen, sondern künstliche Intelligenzen die Technik anwenden, um ihre eigene Realität zu visualisieren? Wie „sehen“ Roboter und Maschinen die physische Welt?
Die Ursprünglichkeit des maschinell Gesehenen liegt in meinem Film in der Punktwolke. Sie ist das abstrakteste Gerüst der künstlichen dreidimensionalen Raumwahrnehmung. Sie steht für das hier und jetzt der künstlichen Intelligenz. Sie zeigt die physisch reale Welt, jedoch erscheint sie fragmentiert als Ornament.​​​​​​​
Punktwolken sind die Roh-Daten eines 3D Scans und definieren die Position von Punkten im Raum. Meistens werden Punkte einer Punktwolke als Pixel oder Kreis dargestellt, da sie unserer Vorstellung eines Punktes am nächsten kommen. Punkte haben jedoch mathematisch gesehen keine Form. Sie sind daher unsichtbar. Ihre Darstellung lässt sich also frei wählen und in generativer 3D-Software wie Houdini programmieren.
In dem Prozess einen eigenen Punktwolkenstil zu entwickeln, entschied ich mich, eine Brücke zur traditionellen Kunst zu schlagen. Punktwolken sind keine perfekte Darstellung unserer Welt. Sie wirken eher wie eine flüchtige und verträumte Momentaufnahme. Sie erinnern uns an die fragmentarische Darstellung von Träumen. Sie sind jedoch nicht surrealistisch, sondern entstammen der direkten Interpretation der physischen Welt. Punktwolken sind aber auch keine exakte Darstellung der echten Welt. Sie ähneln daher stilistisch Kunstwerken, die dem Postimpressionismus entstammen. Die geläufige Darstellung einer Punktwolke ähnelt genauer noch dem Pointillismus, einer Stilrichtung, die dem Post-Impressionismus zugeschrieben wird.
Da sich in meiner Geschichte die Wahrnehmung der Maschine von der des Menschen abgrenzt, erschien es mir passend, die Darstellung der Punkte an einen post-impressionistischen Stil anzulehnen. Die natürliche Wahrnehmung der Dinge für den Menschen rückt damit immer mehr in den Hintergrund. Mit meinem Punktwolkenstil beziehe ich mich u. a. auf das Ziel der Postimpressionisten, durch eine besondere abstrahierende Maltechnik einen Zugang zu den Emotionen der Zuschauer zu finden.

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